Für kräftiges Rot nach heraldischem Vorbild beginnen wir mit Lab‑Zielen, prüfen spektrale Bibliotheken, konvertieren in OKLCH und leiten daraus HEX, RGB und Marken‑CMYK ab. Wichtig sind realistische Proofs, ΔE‑Schwellen und Naming‑Konventionen, damit Teams weltweit dasselbe Rot produzieren, ohne teure Iterationen oder missverständliche Freigaben.
Blau wirkt je nach Gamut unterschiedlich: sRGB zwingt Kompromisse, während P3 mehr Tiefe zulässt. Wir simulieren geräteübergreifend, definieren Fallback‑Werte und sperren gefährliche Bereiche. So bleibt der Charakter würdevoll, lesbar und hochwertig, egal ob auf OLED, Standard‑Laptop oder günstiger Office‑Druckerhardware.
Metalle leben von Kontrast zu benachbarten Flächen und überzeugenden Materialinterpretationen. Anstatt falschen Glanzeffekten setzen wir auf Helligkeitsstufen, Körnungen, Druckveredelungen und definierte Lichtachsen im Motion Design. Dadurch entsteht glaubwürdiger Gold‑ und Silberausdruck, der skaliert, barrierefrei bleibt und in Styleguides einfach reproduzierbar dokumentiert werden kann.
Kontrast ist mehr als eine Zahl, doch Zahlen helfen. Wir testen Kombinationen in UI‑Kontexten, auf Printflächen und in Außenwerbung, nutzen automatisierte Checks und visuelle Beurteilung. Für Metalle definieren wir spezielle Paare, die Glanz andeuten, ohne kritische Schwellen zu unterschreiten, auch bei kleiner Typografie und wechselnden Lichtbedingungen.
Rot bedeutet nicht überall dasselbe, Gold ebenso wenig. Wir kartieren Assoziationen von Ländern und Branchen, sprechen mit lokalen Teams und vermeiden Festlegungen, die unerwünschte Nebenbedeutungen wecken. So bleiben Identitäten anschlussfähig, glaubwürdig und differenzierend, ohne historische Substanz aufzugeben oder oberflächliche Exotik zu bedienen.
Menschen mit Farbsehschwächen erleben Paletten anders. Wir simulieren Protanopie, Deuteranopie und Tritanopie, legen robuste Differenzierung an und ergänzen Farben mit Formen, Labels oder Mustern. Dadurch bleiben Hierarchien erkennbar, Markenwerte fühlbar und Interfaces nutzbar, während die gestalterische Anmutung aus der Geschichte erhalten bleibt.
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